Tragen unterstützt die Wirbelsäulen- und Hüftentwicklung

 

Die Entwicklung der kindlichen Wirbelsäule läuft in drei Schritten ab über einen Zeitraum von etwa einem Jahr. Je nach individuellem Entwicklungstempo des Kindes auch schneller oder langsamer. Vor der ersten Streckung befindet sich das Kind in der sogenannten Totalkyphose. Die Wirbelsäule des Kindes ist noch gekrümmt wie im Mutterleib, der Rücken des Kindes ist ganz rund und die Muskeln noch nicht in der Lage, den Rücken zu stützen. Besonders in dieser Phase muss der Rücken, bzw. die gesamte Wirbelsäule Wirbel für Wirbel gut abgestützt werden, damit sie nicht das eigene Gewicht des Kindes tragen muss. Durch die optimale Anpassung des Slings an den Körper des Kindes ist dies gewährleistet. Kann das Kind im wachen Zustand den Kopf halten und möchte herausschauen, kann der Sling entsprechend angepasst werden.

 

Die erste Streckung beginnt, wenn das Kind in Bauchlage den Kopf hebt und kurze Zeit halten kann. Abgeschlossen ist diese Streckung, wenn das Kind den sicheren Unterarmstütz beherrscht (etwa im 4. Monat). Man nennt diese Streckung Halslordose. Dabei strecken sich die 7 Halswirbel nach vorn und oben.

 

Auch hier gilt es, die Wirbelsäule optimal zu stützen und zu entlasten. Auch wenn das Kind bereits sitzen kann, braucht es z.B. wenn es einschläft, die gleiche Stützung wie ein Neugeborenes.

 

Die dritte Streckung ist die Lendenlordose und bedeutet das Aufrichten der 5 Lendenwirbel. Das Kind kann sich hochziehen und übt das Laufen. Sobald es selbständig laufen kann, ist diese Streckung abgeschlossen und das Kind hat die für den Menschen typische Wirbelsäule in der doppelten S-Form.